Tag 6 – Portugal

Ausgeschlafen ging es heute morgen erstmal los zum Geocachen! Es standen zwei ganz besondere Caches auf dem Programm, die wir am Abend vorher auf der Karte entdeckt hatten. Zum Glück haben wir Kletterausrüstung und Taschenlampen im Gepäck, um Portugal im T5-Cacher-Style zu erkunden.

Zuerst ging es zu einer Höhle! Juhu! Versteckt in einem steinigen Waldgebiet und nach einem schweißtreibenden Aufstieg auf einen beachtlichen Hügel bei 35°C fanden wir den Eingang. Kaum waren wir hineingeklettert, wurde es angenehm kühl. In der Höhle gab es mehrere mögliche Cacheverstecke und wir schauten uns alles genau an. Schließlich war der Cache in einem Schacht. Man musste sich mit einem Kletterseil hinunter lassen. Was für ein tolles Versteck! Was für ein spannender Ort!

Der zweite Cache war ebenso besonders! Ein stillgelegter Strom- oder Funkmast mit einer geschätzten Höhe von ca. 60-70 m! Die Höhe wurde uns erst beim Abseilen bewusst, denn unser Seil reichte in der Länge irgendwie so gar nicht aus und so mussten wir die letzte „paar“ Meter die Leiter nehmen. Man kann dies Erlebnis kaum beschreiben – wenn man erst nach 3 Stunden wieder unten bemerkt, dass es immer noch 35° oder sogar mehr sind und man es dann plötzlich eilig hat aus der Sonne heraus zu kommen…

Danach ging es erstmal zum Supermarkt. Davon haben wir einen ziemlich großen gefunden – es war geradezu ein Shoppingpark und nachdem wir vor allem unsere Trinkvorräte dort wieder aufgefüllt hatten, entdeckten wir nebenan einen Baumarkt. Beim Bezahlen der paar Kleinigkeiten zum Pimpen des WoMos wurde Stefan glatt für einen Portugiesen gehalten. Zumindest war die Kassiererin recht überrascht, dass er sie nicht verstand.

Weiter ging es durch viel Landschaft auf der Algarve-Autobahn und wir gelangten an die Südküste des Landes. Auch in diesem Teil Portugals ist eher eine Hoteldichte zu verzeichnen, als dass es viele Campingplätze geben würde. Schließlich entdeckten wir über eine unserer Apps eine Empfehlung für WoMos mit tollen Duschen (in der Beschreibung hervorgehoben und für uns nach der Cachingtour recht verlockend bis notwendig) und sehr nah am Meer (auch das scheint in dieser Gegend sehr selten zu sein).

Auf dem Platz angekommen, war alles wie beschrieben. Und natürlich hatten wir auch hier wieder ostfriesische Nachbarn (aus Leer), die uns bestätigten, dass dieser Platz hier der beste ist – viel besser eben als der daneben! Isso! Und auf dem anderen hätten wir wohl auch nicht grillen dürfen und dafür wurde es ja nun wirklich langsam mal Zeit.

Den Strand werden wir uns erst morgen ansehen, aber hier sind wir erstmal gut angekommen.

550 km am 11.07.19