Tag 19 – Kosovo

Am Morgen starteten wir mit den anderen „Aurichern“ zum Besuch ihrer Heimatstadt Prizren im Kosovo. An der Grenze zum Kosovo hat das erste Mal unsere grüne Versicherungskarte als „Fahrzeugpapier“ nicht ausgereicht und wir schlossen für unsere Tagestour eine kosovarische Versicherung ab. Man sollte den Empfehlungen der Grenzbeamten wohl besser nachkommen. Dann war es nicht mehr weit nach Prizren. Dort angekommen konnten wir wiederum sicher parken und erlebten sehr herzliche kosovarische Gastfreundschaft. Wir schauten uns die Stadt an, staunten über die vielen Friseure, Goldschmuckläden und die kabelintensive Nutzung der Freileitungsmasten. Wir tranken ein traditionelles Erfrischungsgetränk „Boza“ in einer Eisdiele und besichtigten als Höhepunkt die Burg mit einem fantastischen Blick über Prizren.

Nach der Stadttour gab es noch ein leckeres kosovarisches Essen mit der Familie unserer Freunde. Es gab mit Hack gefüllte Weinblätter, Hähnchen und viele Beilagen. Nach einem starken süßen Kaffee mit ordentlich Kaffeesatz brachen wir gestärkt wieder auf.

Diesmal gab es keine Wartezeiten an der Grenze und durch Nordmazedonien kann man solange man auf der neuen Autobahn bleibt gut durchfahren. Auch die Rückkehr in die EU nach Griechenland verlief problemlos und zack hatten wir auch wieder mobiles Internet. Sowohl in Nordmazedonien als auch im griechischen Teil Mazedoniens fiel auf, dass sehr viele verwilderter Hunde umher laufen. Manche klefften laut, wenn man vorbei fuhr, andere blieben mitten auf den großen Straßen stehen. Den WoMo-Stellplatz, den wir anfuhren, konnten wir leider nicht mehr nehmen. Die Tore waren zu, wir waren zu spät – das lag wohl auch an der Zeitverschiebung (+1 h). Bis wir einen sicheren hundefreien und geruchsneutralen Platz zum Schlafen fanden, hat es dann etwas länger gedauert. Ein paar Stunden Schlaf sollten uns aber noch bleiben bis wir Griechenland dann im Hellen erleben können.

605 km am 24.07.19