Tag 17 – Über Bosnien und Herzegowina nach Mlini

Nach einem erfrischenden Bad im Meer packten wir alles zusammen. Das Ausparken war deutlich einfacher als das Einparken und so fuhren wir gegen Mittag bereits an der kroatischen Küste entlang erst Richtung Osten und dann Richtung Süden. Die Landschaft ist auf der Strecke hügelig bis bergig und man passiert einige kleine Städte. Teilweise sind Baustellen an der Straße und damit man dort nicht so schnell fährt, sind am Straßenrand Plastikfiguren in Lebensgröße aufgestellt, die automatisch mit einer Fahne winken – sehr lustig aber auch wirkungsvoll. Ebenfalls amüsant fanden wir die Ampelschaltungen: Auf der Ecke einer Kreuzung steht ein Pavillion mit einem Mann vor einem Schaltkasten, der immer wieder hin und her blickt und manuell die Ampeln umschaltet. Der „Ampelmann“! Je weiter wir in die Nähe von Bosnien und Herzegowina kamen, um so bergiger wurde es. Grüne Berge mit emporragenden grauen Felsen und viel Wasser prägen die Landschaft.

Dann kam die Grenze (mit einer überraschend schnellen Passkontrolle) und wir schauten uns die gesamte bosnisch-herzegowinische Küste an – die ganzen 22 km! Dabei fanden wir 3 Geocaches und zack waren wieder in Kroatien.

Wir fuhren noch ca. eine Stunde an der kroatischen Küste entlang, dabei ging es durch Dubrovnik hoch hinauf. Die Felsen reichen fast bis ans Meer und der Blick ist wunderschön. Wir konnten im Vorbeifahren eine Waldbrand-Löschaktion durch ein Löschflugzeug beobachten. Aufgefallen ist uns dies durch seinen Tiefflug über das Meer – wohl um Wasser zu sammeln. Es war sehr beeindruckend und zum Glück auch erfolgreich.

Als wir „über“ Dubrovnik entlang fuhren, entdeckten wir einige große Yachten. Das ist bestimmt eine bequeme Anreise in die Stadt. Dort mit dem Fahrrad hinfahren scheidet jedenfalls aus. Dann erreichten wir unser Tagesziel – ein kleiner Campingplatz in Mlini. Besonders schön an dem Campingplatz ist, dass er trotz steiler Küste total ebenerdige Plätze hat. Der Weg zum Restaurant wäre zwar kurz gewesen, aber die Höhenmeter waren uns dann doch zu viel. So grillen wir gemütlich vor unserem WoMo.

841 km am 22.07.19

Tag 16 – Banjole (Campingplatz Indije II)

Nachdem wir gestern nach einem sehr sonnigen Tag gut schlafen konnten (es sind hier nachts sehr angenehme Temperaturen), starteten wir heute früh und ausgeschlafen in den Tag.

Wir hatten ein gemütliches Frühstück mit komischen leckeren kroatischen Brötchen und dann ging es mit voll gefüllten Tauchflaschen auch schon an Bord des großen Tauchbootes von Diving Indie. Wir waren die einzigen Taucher an Bord und Ziel war das Wrack der Varese auf ca. 40 m. Auf dem Weg war das erste Highlight eine große Wasserschildkröte, die der Captain aufmerksam umfuhr. Nach 45 min Bootsfahrt erreichten wir den Tauchplatz. – Wir hatten das Tauchboot für uns und also auch das Wrack für uns! – Es war ein sehr schöner Tauchgang! Am/im Wrack sind wir überall heran und hindurch getaucht, entdeckten neben den vielen Fischschwärmen Hummer, Steinfische in klein und groß und einige weitere beeindruckende Meeresbodenbewohner. Vielleicht war es ein Katzenhai, der lange haiartige Fisch, der uns sehr faszinierte. Genau wissen wir es noch nicht, aber wir werden Experten fragen… Nach ausgiebiger Betrachtung des Wracks und des Unterwasserlebens hatten wir zwar noch recht viel Luft, aber auch eine 30-minütige Deko-Zeit plus Sicherheitsstopp. Da hatten wir uns an Bord angekommen natürlich ein Deko-Bier verdient!

Am Nachmittag stand nur noch Waschen, viel Relaxen und die weitere Urlaubsplanung auf dem Programm.

Gegen Abend machten wir noch eine Fahrrad-Geocaching-Tour.

Dann gab es Pizza und ein Bierchen von und mit unseren neuen Nachbarn, die ihren Wohnwagen nicht ganz alleine auf den Hügel bekommen hatten….

0 km 🙂

Tag 15 – Campingplatz Indije

Für 10Uhr waren wir zum Tauchen in der Basis auf dem Platz verabredet, ich stellte den Wecker also für 8:30Uhr.

Bereits eine halbe Stunde vor dem Wecker war ich wach, perfekt, dann kann ich ja noch eine Runde Laufen gehen. Es wurde dann eher eine Runde Verlaufen… Egal, rechtzeitig zum verabredeten Tauchgang war ich zurück. Kein Stress, ist ja Urlaub.

Der Tauchgang an der Küste war ebenfalls herrlich entspannt, nach knapp 80 Minuten waren wir wieder an Board.

Am Mittag/Nachmittag paddelten wir mit den SUPs los. Wir suchten und fanden dabei 2 Geocaches. Einer davon war in einer kleinen Höhle versteckt.

Der Rest des Tages blieb weiter sehr entspannt und schön. Schwimmen, Paddeln, Grillen – mehr stand nicht auf dem Programm.

WoMo-Kilometer: 0

Tag 14 – Buona giornata! Dober dan!

Früh erwacht Venedig, früh erwachten wir heute! Und so sind wir wieder aufgebrochen nach Slowenien und Kroatien – weit war es ja nicht mehr. Fantastisch! Schon am Vormittag erkundeten wir Koper und sammelten dabei Geocache-Smileys für Slowenien. Koper ist eine hübsche kleine slowenische Stadt am Mittelmeer, es ist beeindruckend sauber und hat hübsche Ecken mit Kunst und Kultur.

Als es gegen Mittag wärmer wurde, fuhren wir weiter nach Banjole in Kroatien, wo wir bereits 2017 einmal am Meer standen. Wir hatten Glück und konnten auf einem Stellplatz mit Meerblick sehr nahe der Tauchbasis unser Lager aufschlagen. Wir haben hier drei Nächte gebucht und ein Tauchgang ist auch schon geplant.

Mit unseren SUPs paddelten wir am Nachmittag auf klarem türkisen Wasser durch die hübsche Bucht und saßen auf „unserer Terrasse “ mit Meerblick. Wunderbar!

289 km am 19.07.19

Tag 13 – Venedig

Heute ging es früh wieder der los. Wir wollten etwas Richtung Osten.

Gegen Abend erreichten wir Venedig. Auf dem kleinen Stellplatz am Hafen am Rand der Stadt waren wir schon einmal. So war alles schnell gefunden und wir fuhren mit den Rädern bis zur „Innenstadt“, in die man keine Fahrräder mit rein nehmen darf. Das ist wohl auch besser so, denn in den Gassen kann man oft gerade mal zu zweit nebeneinander gehen bzw. aneinander vorbei. Auf einer kleinen Caching-Sightseeing-Rundtour entdeckten wir sogar noch engere Stellen – man sollte sich hier mit seinem Nachbarn gut verstehen. Zwischen den alten Gebäuden fühlt man sich, wie in der Zeit versetzt. Neben Kanälen, Brücken und Gassen gab es heute in Venedig noch mehr zu sehen: an jeder Ecke feierten Menschen – offenbar hatten viele junge Menschen einen besonderen Tag, denn sie trugen Kränze und feierten in festlichen Runden mit ihren Familien. Auf einem der großen Plätze spielte Livemusik – es war wie eine Art Weinfest.

Diesmal haben wir schon ein bisschen mehr von Venedig entdeckt.

958 km am 18.07.19

Tag 12 – Am Meer

Im ruhigen Ambiente in der Nähe zum Meer erwachten wir heute erst spät – etwas weniger im Süden Spaniens ist es zumindest nachts doch deutlich kühler.

Den halben Tag genossen wir in L’Estartit am Meer und die andere Hälfte nach guten zwei Stunden Fahrt etwas südlich von Montpellier wieder am Strand – der Vorteil dort? Naja, ein schöner Wasserstellplatz, viel zu sehen… und weniger Entfernung zu unseren nächsten Zielen! Wir kommen nur langsam mit den Sprachen etwas durcheinander – im Zweifel sprechen wir einfach deutsch, isso!

Ein total entspannter Urlaubstag!

219 km am 17.07.19

Tag 11 – Durch Barcelona…

Heute stand etwas Sightseeing auf dem Programm! Barcelona!

Wir verbrachten einige Stunden dort und gewannen so einen Eindruck von der zweitgrößten Stadt Spaniens:

Zunächst ist es etwas schwierig dort mit der Straßenführung und mit sicheren Parkmöglichkeiten vor allem für Wohnmobile. Eine unserer Apps führte uns in eine riesiege Tiefgarage in der Nähe des Hafens. So mussten wir uns um das WoMo keine Sorgen machen und starteten unsere Tour.

Außerdem muss man wohl sagen, die Stadt ist sehr laut und es sind sehr viele Menschen unterwegs. – Nicht nur Touristen, auch einige Pizzalieferanten auf E-Rollern, spielende Kinder mit Basketbällen und leistungsorientierte Jogger schlängelten sich duch die vollen Wege neben den noch volleren Straßen.

Es gibt in der Stadt ein paar wirklich schöne Seitenstraßen und -wege. Wir stöberten in einigen kleinen Läden dort.

Wir besuchten auch die großen imposanten Plätze, wir schauten uns einen der riesigen berühmten Friedhöfe und den Arc de Triomf an.

Als wir am Abend zurück liefen, taten uns schon etwas die Füße weh.

Zum Glück war unser Ziel für unser Nachtlager nicht weit von der Metropole entfernt. Natürlich ging es wieder auf einen maritimen Platz. Die 22 °C, die wir gegen 24 Uhr dort noch hatten, kamen uns wie eine kühle Brise vor (mit Unterstützung des neuen Ventilators) – herrlich! Und diese Ruhe…

577 km am 16.07.19

Tag 10 – Oliva II

Heute morgen fuhren wir nicht weiter sondern mit den Rädern los. Der Plan war früh los, bevor es heiß wird.

Das hat natürlich nicht ganz geklappt – die Wettervorhersage von gestern traf voll zu und schon gegen 10 Uhr war die Tageshöchsttemperatur erreicht. Nach ca. 200 m schlug Stefan vor, den Hauptteil des Weges – in den nächsten Ort und zum ersten geplanten Geocache – doch mit dem WoMo zu fahren und ab dort mit dem Fahrrad weiter. Doch nun waren wir unterwegs.

Durch den Fahrtwind und die leckeren frischen Orangen am Wegesrand (also, wir kamen vom Weg aus ran) genossen wir die Radstrecke dann auch doch.

Wir entdeckten einige schöne Ecken Valencias, kamen durch kleine Gassen, durch viele viele Obstplantagen, an ausgetrocknete Flüsse, über eine alte Bahnstrecke…

In La Font d’en Carros tankten wir auf: 2 Shandy und 1 Wasserkanister! Erfrischt erklommen wir eine Burgruine – im allerersten Gang und das letzte Stück zu Fuß. Puh, aber der Ausblick hat sich gelohnt! Und auf dem Rückweg entdeckten wir einen sehr schönen ruhigen Strand, also ab ins kühle Meer! Das hat unseren Beinen gut getan.

Kurz bevor wir wieder am Platz waren – bei ca. 1 km Reststrecke – hatte ich plötzlich einen Platten. Zum Glück ist das nicht früher passiert! Stefan fuhr so das letzte Stück dreifach, um den Kompressor zu holen (meine Rettung!) und ich konnte so mit nachgefüllter Luft noch das letzte Stück mit „Vollgas“ fahren, bevor der Reifen wieder platt war.

Auf unserem kleinen Campingplatz ruhten wir uns dann erstmal bei gut gekühlten Getränken aus ( der Kühlschrank läuft auch wieder „voll Gas“)!

Natürlich ging es nochmal an „unseren“ Strand, ins Meer und in das kleine Restaurant…

0 km am 15.07.19 mit WoMo – ca. 45 km mit den Rädern

Tag 9 – Oliva

Spanien ist nicht gleich Spanien!

Nach einer ruhigen Nacht auf dem kleinen Campingplatz an der Vana Niza Playa starteten wir erholt Richtung Nordwesten. Für die Nacht war der Platz super – man kann erholt auf den schattigen und gut bewachten Plätzen übernachten – aber nach Tagesanbruch war hier einfach auf wenig Platz sehr viel los, viele Kids pesten ausgestattet mit kleinen Elektrofahrzeugen durch die Gegend und es waren viele Gruppen dort, die sich sehr viel zu erzählen hatten…

Wir fuhren also wieder los, nun Richtung Nordosten. Wir machten ein paar kleine Stopps und schauten uns verschiedene Orte und die vielen Olivenbäume an. Einige neue Erkenntnissen über Olivenbäume, die hier in der Gegend wirklich sowohl in Anzahl als auch Größe sehr beeindrucken, konnten wir auch in Erfahrung bringen. Ob sich unser heimischer Olivenbaum eigentlich für Ernte jemals lohnen wird, war die Frage, die uns beschäftigte. Die Antwort ist leider nein, denn die Menge reicht für Olivenöl nicht aus und um die Oliven genießbar zu machen, braucht es viel Zeit und sehr viel Wasser…

Also, denken wir nun über den Anbau von Orangen, Zitronen und Bananen nach…

Schließlich erreichten wir unser Tagesziel und damit hatten wir eine gute Wahl getroffen. Ein wundervoller kleiner Campingplatz in einem kleinen lebhaften Ort direkt am Meer. Traumhaft! Lebhaft aber auch ruhig und ein bisschen idyllisch.

Nach einer kleinen Joggingrunde und Erkundungstour durch den Ort und einem Bad im Meer genossen wir ein feines spanisches Dinner mit Paella und Sangria direkt am Strand.

So schön!

565 km am 14.07.19

Tag 8 – Anders als geplant

Die Nacht am Strand von Sancti Petri war nicht so ruhig und erholsam wie erhofft. Günstiger kann man zwar direkt am Strand des Atlantiks nicht übernachten, doch Geiz ist eben nicht geil.

Der Cache des Tages führte uns an einen wunderschönen Strand bei El Lentiscal. Dies nutzen wir dann für ein ausgiebiges Bad in der Sonne und im Meer. Einfach fantastisch!

Wir hatten den Plan von Tarifa aus mit der Schnellfähre nach Marokko überzusetzen und das WoMo auf einem nahegelegenden Campingplatz zwischenzuparken. Nachdem wir die Parkmöglichkeiten im Hafen von Tarifa erkundet haben ( es gab genau Null) und uns der Campingplatz auch nicht so richtig angelacht hat (zu viel Hauptstraße), blieb es dann lediglich bei einem LIDL Besuch in Tarifa und wir setzten unsere Reise in Richtung Osten fort.

Gibraltar, Marbella und Malaga passierten wir und steuerten dann den Campingplatz in Velez-Malaga an, an dem wir unser Camp aufschlugen. Wäsche waschen, Kühlschrank reparieren und entspannen, ein schöner Tag geht zu Ende.

Zurückgelegte Kilometer 288