Tag 27 – Home sweet home

Vor der Lagune Cottbus haben wir heute lange ausgeschlafen.

Zunächst stand ein schwieriger Geocache in einem „Mini-Lostplace“ auf dem Programm, für den man auch ein Boot brauchte. Da es nicht weit von der Lagune war, fuhren wir mit Fahrrädern beladen mit SUP und Kompressor los. Wir kamen an einen spannenden Ort und konnten mit unsere Ausrüstung den Cache finden.

Cottbus hat uns für den Zwischenstopp gut gefallen.

Der nächste Stopp sollte dann Aurich sein. – An der Ostsee ist seit einigen Tagen laut Wetterberichten im Internet kein gutes Wetter und wieder Richtung Süden wollten wir natürlich auch nicht.

Also, erstmal nach der Katze schauen… Sie ist wohlauf! Vielen Dank an Martina, Kay, Christoph und Kristin!

Das WoMo hat gut durchgehalten. Sowohl Schiebetür als auch Kühlschrank haben uns nicht mehr im Stich gelassen.

Und um die Frage nach dem Fisch oder Hai nicht ungeklärt zu lassen – es war ein Katzenhai!

Wir sind froh über unsere Erlebnisse und die schöne Zeit!

11.530 km in 28 Tagen durch 20 Länder

Tag 26 – Über Polen nach Deutschland

Wir haben uns entschieden heute zurück nach Deutschland zu fahren.

Auf dem Weg sind wir in Polen nochmal angehalten, um ein paar Caches zu finden. Doch lange hielten wir uns nicht auf und kamen so am späten Nachmittag in Cottbus an. Wir wählten einen Stellplatz direkt an der Lagune Cottbus und dann ging es erstmal in die Sauna. Herrlich!

Bei einer kleinen abendlichen Fahrradtour in die Stadt landeten wir schließlich bei der Spielbank. Ein bisschen Roulette, ein paar Cocktails…

630 km am 31.08.19

Tag 25 – Ahoj in der Tatra!

Frühstück gab es heute im Restaurant-Zelt des Campingplatzes direkt am Stausee – natürlich nachdem wir im Stausee baden waren! Der Start in einen gemütlichen Tag war gelungen.

Ganz faul saßen wir einen großen Teil des Tages vor unserem WoMo. Zwischendurch gab es auch nochmal ein tüchtiges Gewitter. Soviel ist nun klar, das Wetter hier in der Tatra wechselt sehr schnell.

In den Gut-Wetter-Phasen machten wir zwei Caching- und Sightseeing-Touren. Wir fuhren mit den Rädern zum Aquapark, wo noch weitere Attraktionen von Hubschrauberfliegen über Haus auf dem Kopf bis Windkanal angeboten werden. Es war alles ganz interessant, aber wir bevorzugten es dann doch wieder mit Blick auf den See vor unserem WoMo zu sitzen. Das war auch gut, denn so konnten wir kurz vor dem Gewitter noch unseren Pavillon trocken einpacken. Wir spielten ein wenig Backgammen und nach dem Gewitter kam rasch die Sonne und die Hitze wieder. Also, ab auf den See! Mit den SUPs fuhren wir zu einer Insel auf dem See, das Wasser im See ist herrlich und der Ausblick ebenso nach wie vor. Und springende Fische gab’s auch!

Zum Abendessen trugen wir heute nach langer Zeit mal wieder lange Kleidung. Zum draußen sitzen in der kleinen Pizzeria nahe des Campingplatzes war es aber immernoch warm genug.

0 km am 30.07.19

Tag 24 – Zurück in der Zeit

Auf dem rumänischen Campingplatz haben wir heute mal nicht lange ausgeschlafen sondern sind früh los.

Über Ungarn fuhren wir in die Slowakei. An der zweiten Grenze mussten wir nicht mal anhalten – wie ungewohnt! Im selben Moment hatten wir auch endlich unsere Stunde zurück.

Unser Ziel war ein Stausee: Liptovský Mara. Wir kamen dort bei sehr heißen Temperaturen auf einem mittelgroßen Campingplatz direkt am See an. Der Ausblick über den See mit dem Tatragebirge im Hintergrund ist wunderschön. Wir genossen den Ausblick gerade von unseren SUPs, als Wind aufkam. Schnell sind wir wieder an Land. Wir kamen fast rechtzeitig am WoMo an, als das Gewitter begann.

Zum Glück hielt es nicht so lange an und wir konnten bei abgekühlten Temperaturen noch gemütlich vor dem WoMo sitzen, Abendessen…

575 km am 29.07.19

Wir haben heute die 10.000 km geknackt! Und die 100.000 gleich mit!

Tag 23 – Drum Bun

Heute sind wir durch Rumänien gefahren. Die Einreise ging recht schnell trotz der Schwierigkeit, dass wir keine Vingette für Moldawien hatten. – Da muss man auch erstmal drauf kommen, dass es für diese Art der Straßen eine Vingette gibt! Zunächst waren wir etwas verdutzt und wollten gerade anbieten, eine nach zu lösen, aber dann entschied sich das Grenzpersonal, dass wir trotzdem ausreisen können und schon ging es weiter.

In Rumänien besuchten wir einen Lost Place mit einem Geocache. Es war ein ehemaliges Militärgelände mit vielen Gebäuden, die größtenteils schon stark zerfallen und bewachsen sind. Wir kamen zu dem Gebäude mit dem Cache und schauten uns dann noch ein wenig um. Rechtzeitig, als die rumänische Polizei Interesse an unserer Parkplatzwahl zeigte, verließen wir diesen wieder und fuhren eine Straße weiter, um bei einem großen Kaufland (!) einzukaufen.

Auf der Weiterreise kamen wir durch Transilvanien, sahen große Schlösser auf den Bergen und kamen an den Karpaten entlang.

Wir schlugen schließlich auf einem kleinen niederländisch-rumänischen Campingplatz unser Lager für die Nacht auf.

565 km am 28.07.19

Tag 22 – Reiseziel Republik Moldau

Nach Ausschlafen, Frühstück und kurzer Stippvisite zum Meer standen heute nochmal zwei Grenzübergänge auf dem Programm.

Zunächst reisten wir über die rückblickend recht komfortablen bulgarischen Straßen an die rumänische Grenze, wo uns eine echte Warteschlange erwartete. Beim Grenzübergang angekommen, waren sich die Grenzbeamten/innen nicht ganz einig und wir beantworteten alle Fragen doppelt. Ansonsten verlief die Einreise nach Rumänien aber unkompliziert. Wir setzen also unsere Reise Richtung Moldawien fort.

Zwei Geocaches lagen dabei auf unserem Weg, von dem sich der eine in Mitten von Grün und Steinen neben einer großen Werft in Galati echt gut versteckt hatte. Galati hat ein großes Industriegebiet und wir staunten über die riesigen Anlagen eines der größten Stahlwerke Europas.

An der moldawischen Grenze war es mit der Kommunikation gar nicht so einfach. Ein Moldawier, der gut Englisch konnte, half bei der Übersetzung unseres Vorhabens in der Republik: ein Tag Camping und dann Weiterreise. Zunächst teilte er es der Grenzpolizistin versehentlich dann nochmal selbst in Englisch mit – in der Traube vor dem Grenzschalter wurde die Stimmung spontan viel lockerer, alle mussten lachen. Dann übersetzte er richtig und wir konnten trotz bleibendem Unverständnis in den Gesichtern der Grenzbeamten in die Republik Moldau einreisen. Nachdem wir den einzigen (wahrscheinlich von einem deutschen gelegten) Geocache auf der Strecke fanden, fuhren wir durch die kleinen, sehr sehr einfachen Dörfer Moldawiens. Natürlich waren die Straßen extrem schlecht, kaum Autos waren unterwegs, aber wir trafen auf einige Esel und Pferdekutschen.

Als Ziel hatten wir einen Campingplatz ausgewählt, der zu einem Aqualand gehört.

Tatsächlich kamen wir auf einem wundervollen kleinen Platz an einem Freibad an. Wir wurden sehr freundlich begrüßt und konnten nach Passieren des abenteuerlichen Zuwegs durchs Gelände auf der Campingpfläche einparken. Es war gerade noch früh genug, um in den Pool zu springen. Und das anliegende Restaurant hat für uns sogar extra nochmal die Küche geöffnet. – Es fehlt uns einfach immer noch die eine Stunde…

458 km am 27.07.19

Tag 21 – Am Schwarzen Meer

Nach den vielen Eindrücken der letzten Tage haben wir heute ausgeschlafen und sind ruhig in den Tag gestartet. Den kleinen Campingplatz Atliman verließen wir nach dem Frühstück, fuhren Richtung Norden und steuerten einen weiteren Campingplatz am Schwarzen Meer an.

Wir lösten auf dem Weg schnell noch online eine Vingette, denn das hatten wir ganz vergessen. Allerdings mussten wir uns auch ein wenig fragen: Wofür? Die Straßen sind zum großen Teil echte Schlaglochparcoure und die Bäume, die weit auf die Straßen reichen, machen es nicht leichter. Nun denn, 8 Euro für eine Woche ist im Vergleich zu den anderen mitteleuropäischen Länder ja auch ein echtes Schnäppchen!

In Shkorpilovtsi schlugen wir unser Lager auf, wuschen ein bisschen Wäsche zwischen Meerbaden, Shopping und Essen, und genossen einen sonnigen Tag.

Das Meerbaden war dabei das Highlight, denn ich war zum ersten Mal im Schwarzen Meer!

163 km am 26.07.19

Tag 20 – Über die Türkei nach Bulgarien

Auf dem griechischen Rast-/Stellplatz, den wir für die Nacht gewählt hatten, gab es nichts (zu sehen). So starteten wir nach dem Aufwachen direkt, um in einem großen Café zu frühstücken und dann einen Ort am Meer zu besuchen. Wir kamen nach Kavala. Die Küste war über eine steile Treppe zu erreichen und bot einen weiten Blick über die Ägäis. Wir schauten uns den kleinen Ort an und stiegen, natürlich zum Geocachen, zur Burg hinauf. Bei einer kalten Cola planten wir die Weitereise. Mit einem „kleinen“ Abstecher über die Türkei sollte es in Bulgarien ans schwarze Meer gehen. So fuhren wir also wieder los.

An der griechsch-türkischen Grenze wurde das erste Mal unser WoMo kontrolliert. Zum Glück blieb die Kontrolle recht oberflächlich und wir mussten nur ein paar Schränke und Taschen öffnen aber nichts auspacken oder auseinander bauen.

In der türkischen Stadt Edirne war viel los. Zwischen den Slums und der Innenstadt waren einige Pferde auf den Verkehrsinseln am Weiden und Polizei und Militär waren sehr präsent. Wir fuhren nach dem Fund eines Geocaches direkt weiter zu dem kleineren Grenzübergang Lessowo-Hamzabeyli, um nach Bulgarien einzureisen. Die Schlange für LKW betrug mehrere Kilometer und obwohl wir daran vorbei konnten, um uns an die verhältnismäßig kurze Auto-Schlange anzustellen, dauerte es über zwei Stunden bis wir tatsächlich in Bulgarien waren. Bei der bulgarischen Kontrolle des Fahrzeugs wurde Stefan nach dem Öffnen des Kofferraums nach Wasser gefragt. Wir hatten vom Tanken im Kosovo noch zwei kleine geschenkte Trinkflaschen mit Wasser, die der Grenzbeamte dankend entgegen nahm, womit die Kontrolle beendet war. Dann wurde noch der untere Teil des Fahrzeugs, wohl zur Desinfektion, abgeduscht, wofür wir eine Gebühr von 3 Euro zahlen mussten. Die Erfahrung auf diesem Wege in die Türkei zu reisen war sehr spannend, aber nochmal… Nö!

Es war mittlerweile Abend und wir waren froh, dass wir noch auf einem Campingplatz im bulgarischen Primorsko einchecken konnten.

Die Nacht am Schwarzen Meer war herrlich kühl. Es sollte sogar unter 20°C werden.

622 km am 25.07.19

Tag 19 – Kosovo

Am Morgen starteten wir mit den anderen „Aurichern“ zum Besuch ihrer Heimatstadt Prizren im Kosovo. An der Grenze zum Kosovo hat das erste Mal unsere grüne Versicherungskarte als „Fahrzeugpapier“ nicht ausgereicht und wir schlossen für unsere Tagestour eine kosovarische Versicherung ab. Man sollte den Empfehlungen der Grenzbeamten wohl besser nachkommen. Dann war es nicht mehr weit nach Prizren. Dort angekommen konnten wir wiederum sicher parken und erlebten sehr herzliche kosovarische Gastfreundschaft. Wir schauten uns die Stadt an, staunten über die vielen Friseure, Goldschmuckläden und die kabelintensive Nutzung der Freileitungsmasten. Wir tranken ein traditionelles Erfrischungsgetränk „Boza“ in einer Eisdiele und besichtigten als Höhepunkt die Burg mit einem fantastischen Blick über Prizren.

Nach der Stadttour gab es noch ein leckeres kosovarisches Essen mit der Familie unserer Freunde. Es gab mit Hack gefüllte Weinblätter, Hähnchen und viele Beilagen. Nach einem starken süßen Kaffee mit ordentlich Kaffeesatz brachen wir gestärkt wieder auf.

Diesmal gab es keine Wartezeiten an der Grenze und durch Nordmazedonien kann man solange man auf der neuen Autobahn bleibt gut durchfahren. Auch die Rückkehr in die EU nach Griechenland verlief problemlos und zack hatten wir auch wieder mobiles Internet. Sowohl in Nordmazedonien als auch im griechischen Teil Mazedoniens fiel auf, dass sehr viele verwilderter Hunde umher laufen. Manche klefften laut, wenn man vorbei fuhr, andere blieben mitten auf den großen Straßen stehen. Den WoMo-Stellplatz, den wir anfuhren, konnten wir leider nicht mehr nehmen. Die Tore waren zu, wir waren zu spät – das lag wohl auch an der Zeitverschiebung (+1 h). Bis wir einen sicheren hundefreien und geruchsneutralen Platz zum Schlafen fanden, hat es dann etwas länger gedauert. Ein paar Stunden Schlaf sollten uns aber noch bleiben bis wir Griechenland dann im Hellen erleben können.

605 km am 24.07.19

Tag 18 – Montenegro und Albanien

Heute startete wir von unserem sehr südlich in Kroatien gelegenen Startpunkt noch weiter Richtung Süden! Nach ein paar Kilometern standen wir auch schon in der Warteschlange der Grenze zu Montenegro. Es dauerte nicht allzu lange, dann konnten wir reibungslos nach Montenegro einreisen.
Wir fuhren nahe der Küste auf der weit und breit einzigen Straße durch das ganze Land. Etwas überraschend war, dass es für uns ab Grenzübertritt kein mobiles Internet gab und das sollte auch für die gesamte Durchreise so bleiben. Wir hatten noch eine Straßen- und eine Geocachingkarte geöffnet, aber neu laden konnten wir auf unseren Handys nichts. Sei es drum, es ging auch so.

Das Land ist in den Bereichen, die wir durchfuhren, mit Tourismus und, durch das wenig ausgebaute Straßennetz, auch mit Verkehr absolut ausgelastet. Wir fuhren mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 km/h und es gab nur selten Parkmöglichkeiten. Überall liefen Menschen in Richtung der schmalen Strände und schlängelten sich an den Autos und den kleinen Obstständen vorbei, die neben prunkvollen Hotels, „Apartimentis“ und großen Geschäften standen. Man hat das Gefühl, es passt alles nicht zusammen, aber irgendwie ist es für alle ganz selbstverständlich.

In der kleinen Hafenstadt Kotor war es besonders voll, ein riesiges Kreuzfahrtschiff lag in der kleinen Bucht. Wir hielten in Montenegro insgesamt dreimal an, fanden Geocaches und besichtigten eine riesige Kathedrale. Nach ca. 150 km und ungelogen sieben Stunden Fahrzeit kamen wir an die Grenze zu Albanien. Hier mussten wir etwas länger warten und wussten nicht genau, was uns erwartet, obwohl wir uns über die Länder vorher umfangreich informiert hatten. Wir freuten uns aber auf ein Treffen mit ein paar lieben Nachbarn aus Aurich, die sich hier in der Gegend sicher besser auskennen als wir.

Ca. 10 km nach der Grenze hielten wir an einem schicken Café mit WiFi und brachten unsere Karten etc. wieder auf den aktuellen Stand. Zur Sicherheit besorgten wir uns auch noch eine Prepaidkarte und waren wieder „mobil“. Auf der Suche nach einem Geocache, wie sollte es anders sein, besichtigten wir die riesige Burgruine Shkodra. Dann fuhren wir nach Shengjin. Auf dem Weg dorthin staunten wir über die Gegensätze im Land. Man kann es wirklich nur schwer beschreiben, aber wir waren sehr froh hier jemanden zu kennen und so auch einen sicheren Stellplatz zu haben.

Wir genossen den Spätnachmittag und Abend gemeinsam! Meerbad, Essen in einem sehr guten Restaurant, traditionelles Tanzen… Das ist also Albanien!

228 km am 24.07.19